Knapp, knapper am knappsten

Gegen Alsterwasser haben wir das vierte Saisonspiel jetzt nachgeholt. Die Ansetzung des Spiels war schwierig. Zum Originaltermin konnte Alsterwasser nicht, wir nicht zum Alternativtermin und so suchten wir hin und her. Die Pokalspiele machten die Sache nicht leichter. Als wir dann einen Termin fanden, konnte das Schiedsgericht nicht und nur dank des Einsatzes zweier sehr sehr netter Spieler von BCMT, die sich zum pfeifen bereit erklärten, konnte das Speil dann stattfinden. Danke nochmal ihr zwei!

Uns war klar, dass das Spiel anstrengender wird als die beiden letzten. Das kannten wir schon aus dem Relegationsspiel letzte Saison und aus Schiedsrichtererfahrungen der letzten Wochen. Wir wussten, dass wir einen guten Block gegen uns haben, einen Steller der jeden Ball gut ans Netz bringt und eine stark kämpfende Abwehr. Also war von uns Konzentration gefordert.

Und die kam. Unsere ehemalige Trainerin war als Zuschauerin da und gemeinsam feuerten wir uns an und gewannen den ersten Satz zu 21. 

Im zweiten Satz lagen wir ständig hinten. Meist nur zwei Punkte, aber es war ein ständiges hin und her beidem wir Alsterwasser hinterherlaufen mussten, immer in der Gefahr den Abstand zu groß werden zu lassen. Bis beim Stand von 18:18 unsere Nr 17 an die Angabe kam und den Satz einfach mal beendete. Was für ne coole Serie.

Im dritten Satz ließen wir dann mal drei Damen aufs Feld (Alsterwasser übrigens auch) und dann gabs einen Fight bis wirklich alle völlig fertig waren. Und spannend. Mehrfach ging die Möglichkeit zum Satzgewinn hin und her.... Bis wir dann den Satz 29:27 beendeten und völlig fertig unter die Duschen schlurften.

Wer die Megastimmung in unserer Halle mal mitbekommen möchte, ist herzlich eingeladen.
Unser nächstes Spiel ist am 12.12. um 20:00 Uhr in der Einsiedelstr. 

Warme Füße, ein nasses T-Shirt und zwei Geburtstage

Am fünften Spieltag (den vierten haben wir auf den 05.12. verlegt), waren wir zu Gast beim Heerdter TV und aus der letzten Saison vorgewarnt, da wir in 2016/2017 beide Spiele gegen Heerdt verloren haben. Super pünktlich waren wir da, die Gastgeber trudelten nach uns langsam ein. Die Halle war noch von der Basketball Truppe vor uns vorgewärmt. Sehr schön, fand auch unsere Nummer 16, die sich vorsichtshalber Handschuhe mitgebracht hatte „damit ich keine kalten Füße bekomme“. 

Na mit der Logik konnte ja gar nichts schiefgehen.

Das Schiedsgericht hatte netterweise Zeit, Geduld und Empathie mitgebracht. So war es auch nicht ganz so zeitlich dramatisch, dass Heerdt wortwörtlich mit dem Anpfiff der „10 min“ erst mal die Korken knallen ließ, um einen Geburtstag nachzufeiern. 

Wer jetzt denkt, dass wir demnach hätten Geschenke verteilen müssen, wird beruhigt sein, dass auch auf unserer Seite ein Geburtstag zu demselben Tag zu verzeichnen war, den wir allerdings Tags zuvor schon nach dem Training gemeinsam gefeiert hatten. So gings dann in Geburtstagen 1:1 ausgeglichen ins Spiel.

Und es ging auch direkt gut los. Trotz ungewohnter Aufstellung und mit einem Mittelangreifer als Diagonalspieler konnten wir uns von Beginn an einen ordentlichen Punktevorsprung erspielen. Einzig unsere Nummer 3 wurde von Spielzug zu Spielzug immer nervöser, bis er beim Stand von 12:6 (wohlgemerkt für uns), plötzlich lauthals verkündete: „Ich brauch ne Auszeit! SOFORT!“

Gesagt, getan, wir nahmen eine Auszeit und auch Heerdt war ein wenig verwundert. 

Aber das Rätsel löste sich rasch auf. Der Hallenboden war wirklich sehr rutschig. Für jede Aktion benötigten wir erst eine große Aktivierungsenergie um vom Fleck zu kommen, um dann nicht mehr bremsen zu können. Um dieses Problem zu lösen wurde dann ein T-Shirt in der Umkleidekabine „gewässert“ und diente fortan als Schuhputzlappen am Spielfeldrand.

Diese Kreativität konnten wir auch weiterhin mit in das Spiel nehmen und so gewannen wir sehr souverän, ohne in einen schwierig erscheinenden Rückstand zu geraten 3:0.

Im dritten Satz hatte dann zudem eine neue Spielerin ihren ersten Einsatz, was die Bank dazu animierte ihr zu Ehren einen neuen Anfeuerungsruf zu kreiieren und wir alle in einen „ale le bleu“ Ruf verfielen. Gut, dass unsere Trikots keine komplizierte Farbe haben. 

Zusammenfassend können wir jetzt feststellen, dass das minimale Saisonziel „mehr Spiele gewinnen als in der letzten Saison“ bereits jetzt erreicht ist. Also Pflicht erfüllt, ab jetzt kommt die Kür.

Wer mal dabei sein möchte ist natürlich ganz herzlich eingeladen. Am 5.12. geht es ab 20 Uhr in der Einsiedelstraße gegen den VC Alsterwasser 1.

Pokal zum ersten

Es ist wirklich einige Jahre her, dass wir uns für den Pokal angemeldet haben. Eigentlich eine schöne Sache, so ein ligaübergreifendes Turnier. Da lernt man neue Mannschaften kennen, kann erproben wie das Niveau in den anderen Ligen so ist und vielleicht auch für eine Sensation sorgen? Der Pokal hat nicht nur beim Fußball seine eigenen Regeln.

In der ersten Runde hatten etliche Mannschaften ein Freilos. Wir nicht.... Also mussten wir ran. Die Losfee meinte es gut mit uns und so bekamen wir ein Heimspiel und einen Gegner aus der Liga D. Nicht, dass wir unseren Gegner unterschätzen wollten (so fangen schließlich die Pokalsensationen an), aber es hätte ja auch eine Mannschaft einer höheren Liga aus dem Topf gezogen werden können. So kam uns dann der TUS Jahn besuchen. 

Ich nehm es direkt mal vorweg: Es gab keine Pokalsensation. Wir haben gewonnen. Offiziell 3:0, aber da das Spiel relativ schnell vorbei war, haben wir die Schiedsrichter nach Hause geschickt und noch einen vierten Satz gespielt und inoffiziell also 4:0 gewonnen. Dabei war es zwischzeitlich dann doch sehr knapp (insbesondere am Schluss des ersten Satzes), aber soooo langsam bekommt man doch den Eindruck, dass wir im Gegensatz zur letzten Saison bei engen Sätzen cooler bleiben und die nach Hause holen. Angeblich waren auch die Annahmen besser als sonst (sagt der Trainer). Auch gut: Am Ende des zweiten Satzes wurde der Aufschlag zum Spielball vergeigt... Das gibt ne Kiste! 

Herbstferienmeister

... und schon kann man von einer Serie sprechen. Drei Spiele, drei Siege und zum ersten Mal seit zwei Jahren 3:0. Der Spielbericht weist die Punktestände 25:11, 25:15 und 25:17 aus. Der helle(rhofer) Wahnsinn. Und da das Bill Collins Memorial Team das dritte Spiel erst nach den Herbstferien bestreitet, können wir uns zu recht Herbstferienmeister nennen.

Und wie kam es dazu? 

Zunächst einmal waren wir zum ersten Mal vollständig anwesend, dann war unsere Fanbank wieder mit von der Partie und die Stimmung von Anfang an sehr gut. Die Annahmen saßen wieder und alle waren hellwach. Zumindest im ersten Satz, der erstaunlich locker nach Hause geholt wurde.

So ein bisschen rächte sich das dann im zweiten Satz. In der Mitte der Partie fühlte sich das Spiel "eingelullt" an. In der Halle wurde es leiser, auf der Fanbank wurde gemütlich Bier getrunken und dann plötzlich passierten kuriose Fehler. Der Steller wurde mehrfach ignoriert, es gab einen Aufstellungsfehler und es fehlte der Biss. Auf der Gegenseite hingegen baute sich SSG auf und kratzte plötzlich alles vom Boden um dann wieder anzugreifen. Dank eines Aufschlagfehlers wurde die Serie unterbrochen und auch der zweite Satz am Ende souverän von uns gewonnen. 

Die Serie der kuriosen Fehler hingegen wurde im dritten Satz dann komplementiert. Da erhechtet die Außenangreiferin den Ball, die Stellerin holt ihn aus dem Netz und dann? Verlässt den Hilfssteller die Kunst des bis drei zählens und er stellt den Ball! Die Fanbank schreit "erbärmlich", und schon ist klar, wer bei der Siegfeier im Fuchs die erste Runde zahlen muss. 

Und da endet ein schöner Abend mit philosophischen Gesprächen über Dinge, die wir anscheinend besser machen als in der letzten Saison. Oder haben wir plötzlich einfach nur Glück? Ausruhen gilt nicht und deswegen freuen wir uns schon auf das nächste Spiel gegen VC Alsterwasser.

Neue Zeiten und die ersten beiden Spieltage der Saison 17/18

Neue Zeiten brechen für unsere Mixed Mannschaft in der Saison 17/18 an. Die letzte Saison konnte dank eines nervenaufreibenden Relegationsspiels doch in der C- Liga beendet und der Abstieg im letzten Moment verhindert werden.  So dass die Formulierung der Saisonziele doch eher bescheiden ausfiel.

"Mindestens ein Spiel mehr gewinnen als in 16/17", war die Formel mit der sich alle identifizieren konnten. Was also mindestens vier zu gewinnende Spiele für diese Saison bedeutet.

Marc Rogowski hat sehr dankenswerter Weise die Rolle des Spielertrainers übernommen und sich in einen Berg Volleyballbücher vertieft und stundenlang Volleyballvideos gesichtet, die wir Spieler jetzt positionsgetreu per Whats App geschickt bekommen. 

Kein Wunder also, dass unser Start in die Saison für unsere Verhältnisse schon fast phänomenal geglückt ist.

Im ersten Spiel hatten wir das Heimrecht gegen den ASC Düsseldorf 1. Höchstmotiviert begannen wir das Warmmachen mit Einlaufen und "Corestability". Leider haben wir die Uhr aus den Augen verloren und so wurden die "10 min" angepfiffen, bevor irgendjemand von uns auch nur einen Ball in der Hand gehabt hatte. Die Aufstellung war schnell gemacht, schließlich waren wir nur zu sechst und schon ging die Saison los. 

Zunächst noch so, wie wir das Bild noch aus dem letzten Jahr kennen: Den ersten Satz gaben wir knapp an die anderen ab. ABER DANN!

Plötzlich stimmten die Annahmen, die Traumpässe und die Megaangriffe und bevor wir uns völlig heiser rufen konnten, hatten wir das Spiel gewonnen. Wahnsinn! Eine Saison mit einem Sieg zu beginnen, fühlt sich richtig gut an und vielleicht sollten wir das einfach öfter mal machen.

Im zweiten Spiel ging es dann gegen den Absteiger aus der B-Liga ART 77/99. Sie kamen mit doppelter Mannschaftsstärke und Herren, die im Stand fast übers Netz gucken konnten. In einem harten Fight holten wir uns den ersten Satz mit einem Ass als letzte Aktion. Doch dann schlug es zu: Das Hellerhofer Annahme Wunder. Wunder deswegen, weil man sich wundern muss, wohin diese Annahmen so fliegen... Zumindest nicht dahin, wo sie hinsollen. Und so gaben wir dann den zweiten Satz einfach her und die Erinnerungen an die letzte Saison schienen wieder aufzuflackern. Leider setzte sich das Problem im 3. Satz fort und so zog ART punktemäßig früh davon. Bei 3:7 nahmen wir die erste Auszeit, beim Stand von 12:17 die zweite. Doch dann beim Stand von 15:21 geschah es plötzlich. Da war er da, dieser magische Moment, in dem eine Mannschaft geschlossen feststellt: Da geht noch was. Der Moment in dem die Fanbank die Stimmung in der Halle völlig übernimmt und in dem plötzlich der Gegner nervös wird, obwohl der Satz doch eigentlich so gut wie gelaufen schien. Getragen von den Anfeuerungsrufen gelang plötzlich alles. Die Angaben gingen satt rüber, die Annahmen kamen wieder zum Steller, die Angriffe knallten in den 3 Meterraum und beim Blocken behielten wir die Lufthoheit. Bis, ja bis es 25:23 stand und uns das Adrenalin bis in die Haarspitzen floss.

Und so können wir wir nach zwei Spieltagen erstaunt feststellen, dass dies nicht nur der wundervollste Sport der Welt ist, sondern dass wir breits jetzt die Hälfte des Saisonziels schon erreicht haben.